Mit Karl an den Stränden Goas

Freitag Nacht flog Karl im Flughafen von „Vasco da Gama“ in Goa ein und damit begannen für uns ein paar außerordentlich entspannte Strandtage!

DER ANBLICK meiner kleinen Karl-Prinzessin AM ERSTEN MORGEN

DER ANBLICK meiner kleinen Karl-Prinzessin AM ERSTEN MORGEN

Am ersten Tag besuchten wir einen nahe gelegenen Strand, der traumhaft schön aber völlig leer war. Schließlich gesellte sich aber eine Horde kleiner Karate-Kids dazu und wollten ein paar Fotos mit uns machen.

Beim Rückweg sprang uns mal wieder der wundersame Anblick eines Hakenkreuzes bei einem Tempel ins Auge. Toll!

Doch dann war es Zeit, das Stadtleben hinter uns zu lassen und wir bewegten uns zu den Stränden an der Südküste. Die erste Unterkunft war das Woodstock Cottages, das von dem immer-grinsenden Jamaica-Dreadlock-Hippie Nick gemanaged wurde – „How are you doing bro?“. Außerdem arbeitete dort der etwas dickliche Inder Lloyd, der Nick regelmäßig ankackte und für alles kritisierte. Dieses Duo gefiel uns ausgesprochen gut!
Der Strand war jedoch deutlich voller und auch fiel uns auf, dass hier sehr viele Russen unterwegs waren. Später erfuhren wir, dass viele Russen aufgrund der kränkelnden Wirtschaftslage mittlerweile ihre Urlaube nach Indien verlegen weil es günstiger sei als andere Länder.
Hier ein paar Bilder vom Benaulim Beach in Goa:

Da es uns nach maximaler Ruhe dürstete, mieteten wir uns einen Roller und fuhren weiter gen Süden. Die Fahrt durch kleine Gemeinden, Felder und Landschafen war ziemlich schön.

Schließlich erreichten wir das Strändchen Agonda und entschieden uns, ein paar Tage dort zu verbringen. Wir hatten am Strand beim „Harmonium Resort“ höchst bequeme Liegesäcke mit Sonnenschirm gefunden und so pilgerten wir täglich zu unseren Stammplätzen dort, um dann für je ca. 1€ Tee und Sprite zu bestellen und den mehr oder weniger kompletten Tag dort hart abzuchilllen.

In Agonda scheint fast jeder Yoga oder Meditation zu machen und alle sind extrem entspannt. Es ist aber doch ein bisschen touristisch und auffällig ist zum Beispiel, dass das Essen überhaupt nicht scharf ist. Das Essen ist aber sonst recht lecker und es scheint die Köche hier haben sich extrem internationale Kochkompetenzen angeeignet, denn in den Speisekarten gibt es üblicherweise gleichzeitig ein Angebot von Mexikanisch, Italienisch, Amerikanisch, Britisch, Kontinental bis (natürlich) Indisch und dann sitzt am Restaurant ggf. nebenan noch eine „deutsche“ Bäckerei (deren Angebot aber mit deutschen Backwaren eher wenig zu tun hat).
Das Internet war natürlich wieder katastrophal und außerdem gab es auch wieder ein paar Stromausfälle. Aber das war ja nichts neues mehr ;-)
Karl und ich hatten übrigens leicht inkompatible Schlafzeiten. Karl schlief in der Regel so 10 Stunden von 12 bis 10 Uhr morgens und ich war in der Regel schon eher müde, schlief dann aber auch nur 7 Stunden. Die Matratzen waren auch eher scheiße: Fingerdick und durchgelegen, weshalb ich mir den Rücken ziemlich verspannt habe.
Außerdem spielten wir natürlich, wie es sich gehört, mit unseren Smartphones exzessiv Blobby-Volley (zwei hüpfende Wackelpudding-Figürchen die Volleyball gegeneinander spielen), obwohl Karl für mich natürlich keinen gleichwertigen Gegner darstellt und seine Blobby-skills extrem mangelhaft und lächerlich sind.

Hier ein paar Impressionen:

Karl auf seinem Harmonium Premium Liegesack

Karl auf seinem Harmonium Premium Liegesack

Goa ist schon extrem entspannt und chillig und ich muss auch sagen, dass die Inder dort deutlich lässiger und freundlicher waren als in Bengalore. Vielleicht ist Goa so eine Art Kalifornien Indiens ;-)

Aber wir fühlten uns nie so richtig frisch. Man schwitzt gewissermaßen ununterbrochen (das Basisgeschwitze nimmt man irgendwann schon gar nicht mehr bewusst war), sodass die eigene Haut immer etwas schmierig ist und dazu gesellen sich in der Regel noch weitere Schichten aus Sand, Sonnencreme sowie Mückenspray. Ich glaube, mir damit auch bereits ein paar Tshirts ruiniert zu haben dank den besagten „Schmierschichten“ die nicht mehr so richtig rausgehen (was insbesondere bei weißen T-Shirts eher weniger schicklich aussieht). 
Bei einem Bad im Meer wurde außerdem unglücklicherweise meine Sonnenbrille verschluckt. Dafür brachte mir das Meer am nächsten Tag ein billiges Armband zurück – toller Tausch!

Ein letzter Moment mit SOnnenbrille, bevor das Meer sie Frass...

Ein letzter Moment mit SOnnenbrille, bevor das Meer sie Frass...

Schließlich war aber auch schon wieder eine Woche um, und es wurde Zeit, weiterzuziehen. Bei der Rückfahrt in das Stadtzentrum, von wo aus wir einen Zug nach Mumbai nehmen wollten, hatten wir wieder einen schönen Vorfall bezüglich des indischen Dialekts: So hielten wir zwischenzeitlich am Straßenrand, um uns nochmal mit Sonnenschutz einzucremen, als uns ein vorbeikommender Inder ansprach mit etwas wie „wahte heladhgm?“. Nach zweimaligem Nachfragen glaubte ich endlich verstanden zu haben was er meinte und rief aus „Watermelon?“, war aber auch etwa verwirrt, da er eigentlich keine Wassermelonen dabei hatte und auch kein Stand in der Nähe zu sein schien. Er schien von meinem Ausruf aber auch nicht gänzlich befriedigt zu sein.
Nach weiterem nachhaken und großer Verwirrung verstand Karl schließlich – der Typ hatte wohl gedacht, wir hätten ein Problem mit dem Scooter und gefragt „What happened?“ -.-

Von der Zugfahrt nach Mumbai und unseren Erlebnissen dort werde ich im nächsten Post berichten. Und zeitnah will Karl noch einen Gastbeitrag zum indischen Verkehr schreiben. Zumindest ist das der Plan aber theoretisch wollte Karl mir auch schon in Taiwan einen Gastbeitrag schreiben, der dann nie gekommen ist! Skandal! :-P

Am Bahnhof kurz vor Abfahrt

Am Bahnhof kurz vor Abfahrt

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Bis baldrian! Euer Lino